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Alte Burg Penzlin
© I. Kittner 

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Befristete Ausstellung zum Ersten Weltkrieg

Kooperation des Museums Burg Penzlin mit der Europäischen Akademie M-V

Stele 1.WK

Unter all den Ereignissen des „kurzen“ 20. Jahrhunderts, welches in der Sicht mancher Zeithistoriker 1917 mit der diktatorischen Sowjetherrschaft anfing und mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 endete, fand die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg, weniger öffentliche Beachtung. Im Jahr des Weltkrieggedenkens 2014 nutzen viele Länder die verstörenden Erfahrungen von Verstümmelung, Qualexistenz und Tod und die lichte Vision vom gelingenden „Völkerbund“ für Veranstaltungen, die über eine nationale Totenwache hinausführen sollen.

Das Museum Burg Penzlin zeigt seit 8. August 2014 eine Sonderausstellung von Postkarten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs unter dem Ausstellungsmotto: Ich hatte auf der fernen Wacht/ herzinnig just an Dich gedacht,/ O, denke auch an mich.“ Postkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Daneben werden aus dem Trauungsbuch der Penzliner Kirche St. Marien Kriegstrauungen und aus dem Stadtarchiv standesamtliche Gefallenenmeldungen präsentiert. Unterlagen zum Bau und zur Einweihung des Kriegerdenkmals Dammwerder 1926 bilden einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Diese dokumentiert auch den Abtransport der Glocken aus Groß-Luckow 1917 zur Eisengewinnung für die Rüstungsindustrie und damit auch den Nationalprotestantismus dieser Jahre. Die ebenfalls ausgestellte Verarbeitung von Kriegsbegeisterung und Opfertod in kriegskritischer Literatur bildet einen Kontrapunkt zu den gezeigten massenkulturellen Postkartenartikeln, Alltagsgegenständen und Zeugnissen einer nationalistischen Denkmalskultur nach 1918.

Das Museum bedankt sich bei vielen Leihgebern, die die Ausstellung mit privaten lokalen und regionalen Materialien aus jener Zeit unterstützen.
Die Ausstellung präsentiert auch lokale und regionale Dokumente.

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