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Alte Burg Penzlin

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Das Museum als außerschulischer Lernort


Unser Angebot richtet sich an alle Schularten. Organisatorische oder inhaltliche Fragen zu den einzelnen außerschulischen Lernort-Projekten richten Sie bitte an Frau Zietlow. Alle Projekte können nach Absprache variiert werden.
Anmeldungen nehmen wir gern unter 03962 210494 bzw. alte.burg@penzlin.de entgegen.

Projektekoffer

Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in Neubrandenburg gehörten 2017 zu den Preisträgern im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Sie erhielten die Auszeichnungen für ihren Film zur Kleinen Eiszeit, der demnächst auch in unserer Ausstellung zu sehen sein wird.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch und öffnen gern unseren Projektekoffer ... 


Andrea Rudolph
wissenschaftliche Leiterin des Museums


Handreichung für die Orientierungsstufe :)

Schicksal Hexenverfolgung

Der Penzliner Hexenprozess gegen Benigna Schultzen (1699–1711)

Mit ihren über die Landesgrenzen hinaus bekannten Hexenverliesen und gut dokumentierten Verfolgungsfällen ist die Burg Penzlin ein Gedenk- und Lernort. Es ist eine besondere Herausforderung an unser Gedächtnis, die Aussagekraft von 3.750 Hexereianschuldigungen in Mecklenburg in ihrer Summe aufzurufen und zugleich jedes Einzelschicksal mit Einfühlungsvermögen und Respekt zu betrachten. Der belegte Penzliner Verfolgungsfall fordert noch heute zur Auseinandersetzung heraus. Was ereignete sich in den fensterlosen Verliesen der landesweit als eigentümlich bekannten Keller? Gab es kein Mitleid mit der Ehefrau des vergleichsweise wohlhabenden Ackerbürgers Christian Wünn? Die Ausstellung des Museums bietet Erklärungsansätze für Vorgänge, die heute Schrecken und Abscheu auslösen.

Geeignet für:                   7.–11. Klasse
Unterricht:                       Geschichte, Sozialkunde, Religion
Dauer:                              ca. 90 Minuten
Kosten:                            3,- €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin

Luther und die Hexenpredigt

Der Reformator in der Zeit der Hexenverfolgung

Im Mittelpunkt des heutigen Luther-Bildes steht Martin Luthers reformerisches Auftreten, eingeleitet durch kräftige Hammerschläge, mit denen der Professor 1517 angeblich persönlich seine 95 Thesen an Wittenbergs Schlosskirche nagelte. Dass Martin Luthers Lebzeit (1483–1546) jedoch auch zusammenfällt mit einer immer stärker um sich greifenden Hexenverfolgung, ist uns weniger bewusst. Daher lohnt ein Blick in Luthers Umgang mit dem Thema „Hexen“ in jedem Fall. Wir erfahren, ob und wie Hexengeschichten Luthers Kindheit und Jugend geprägt haben, lernen eine seiner berühmt-berüchtigten „Hexenpredigten“ kennen und gehen der Frage nach: Wie hat Luther sich den vermeintlichen Hexen und ihrer Verfolgung gegenüber verhalten?
Das Projekt erweitert unsere Sicht auf Martin Luther. Es stellt einen Menschen vor, der über die Grenzen seiner Zeit hinausragte, zugleich aber an seine Zeit gebunden blieb.

Geeignet für:                   8.–12. Klasse
Unterricht:                       Geschichte, Religion
Dauer:                              ca. 90 Minuten
Kosten:                            3 €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin

„Nordisch, gespenstisch, hexensüchtig“

Die Hexenbilder des Künstlers Ernst Barlachs (1870–1938)

Innerhalb der Ausstellung der Burg Penzlin ist ein Raum den Bildwelten des in Holstein geborenen Künstlers Ernst Barlach gewidmet. Spannend ist Barlachs spätere tiefe Verwurzelung in der Mecklenburgischen Landschaft wie auch seine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Hexen“. Er selbst behauptete von sich, „nordisch, gespenstisch, hexensüchtig“ zu sein. Dieser Selbstwahrnehmung wollen wir auf den Grund gehen. Die zahlreichen Hexenbilder und die Originalplastik „Die gefesselte Hexe“ (Leihgabe der Ernst Barlach Stiftung Güstrow) stehen uns als Anschauungsobjekte zur Verfügung. Je nach Orientierung der Schüler legen wir unseren Schwerpunkt auf die Kunstgeschichte oder die praktische Kunst, d.h. erarbeiten wir im Dialog die wesentlichen Informationen zur Hexenverfolgung und -wahrnehmung oder bringen am Ende unser eigenes „Hexenbild“ zu Papier.

Geeignet für:                   8.–12. Klasse
Unterricht:                       Kunst, Geschichte
Dauer:                              ca. 90 Minuten
Kosten:                            3 €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin

„Besen, Besen! Seid`s gewesen.“

Vom Zauberlehrling bis zum Faust. Goethe und die Hexerei

Kein Schüler kommt an Johann Wolfgang Goethe vorbei. Der berühmte deutsche Dichter ist allgegenwärtig und auch für die Beschäftigung mit dem Thema der „Hexenverfolgung“ unerlässlich. Einige seiner Werke streifen die Welt der Magie und Magier, der Hexenmeister und Verwandlungen.
Angepasst an die Klassenstufe nähern wir uns entweder der Ballade „Der Zauberlehrling“ (Unterrichtsinhalt 7. Klasse) oder dem Drama „Faust I“ (Unterrichtsinhalt 11. Klasse). Zauberlehre, Hexenküche, Walpurgisnacht und ‚Hexeneinmaleins‘ bieten reichhaltige Verbindungen zu der Ausstellung des Museums.


Geeignet für:                   7.–12. Klasse
Unterricht:                       Deutsch, Geschichte
Dauer:                              ca. 90 Minuten
Kosten:                            3 €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin

Kochen wie im Mittelalter

„Nimm die Finger und iß“

Beste Voraussetzungen für das Kochen wie im Mittelalter bieten die historische Schwarzküche, der Kräutergarten und der Rittersaal auf der Burg. Die Kinder lernen unterschiedliche Küchentechniken (Schneiden, Raspeln, Kneten, Hacken u.a.) und verschiedene Lebensmittel kennen. Sie finden heraus, was wohl schon in den mittelalterlichen Küchen Mecklenburgs anzutreffen war. Gemeinsam kochen die Kinder im großen Suppenkessel der Schwarzküche die damals weitverbreitete Spanische Suppe „Hollapotrida“, die im Original 89 Zutaten enthält. In der Saison stehen zum Abschmecken Kräuter aus dem Burggarten zur Verfügung, über das gesamte Jahr hinweg bietet der Rittersaal das historische Ambiente für die Speisetafel, an der anschließend alle Teilnehmer gemeinsam essen. Aufmerksame Kinder erleben, dass nicht nur der Umgang mit Lebensmitteln früher sehr nachhaltig war, sondern auch Geschirr und Besteck teils ein Leben lang verwendet wurden.


Geeignet für:                  ab 5. Klasse
Unterricht:                      fächerübergreifend
Dauer:                             ca. 120 Minuten
Kosten:                           7,50 €/Person (inkl. Verpflegung)
Projektleitung:               Museum Burg Penzlin

Das 4-blättrige Kleeblatt am Freitag, den 13.

Aberglaube, Glücksbringer, Unheilsymbole

Aberglaube ist etwas für alte Leute? Längst nicht … wer hat nicht schon einmal beim Anblick eines Scherbenhaufens gehört „Scherben bringen Glück“, mit Freude die guten Weisheiten aus chinesischen Glückskeksen gelesen oder in der Silvesternacht heißes Blei ins Wasser gegossen? Erstaunlich viele Redewendungen, Bräuche und Rituale sind heute noch in unserem Alltag lebendig. Dabei spielt auch die Zahlenmagie eine wichtige Rolle. Gemeinsam entdecken wir bekannte und weniger bekannte Formen des Aberglaubens. Deren Ursprünge sind nicht selten in der volkskundlichen Tradition zu finden, welche im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit auch den vermeintlichen Hexen allerlei Böses andichtete.

Geeignet für:                   5.–8. Klasse
Unterricht:                       Geschichte, Religion
Dauer:                              ca. 90 Minuten
Kosten:                            3 €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin


Handreichung für Kita & Grundschule :)

Fledermäuse

Spurensuche. Aberglaube – Lebensweise – Artenschutz

Fledermäuse machen in der heutigen Zeit noch vielen Menschen Angst. Wohl kaum eine Tiergruppe wurde in der Vergangenheit mit so vielen Vorurteilen belegt. In den lautlos um Bäume und Häuser streichenden Tieren glaubte man, geheimnisvolle Mächte der Finsternis zu entdecken. Oft wurde der Teufel mit Fledermausflügeln dargestellt. Weit verbreitet war der Glaube, dass Hexen für ihre Zauber- oder Gifttränke Teile von Fledermäusen verwenden. In der heutigen Zeit sind die Menschen aufgeklärter, aber oft nicht ausreichend.
Das Projekt sensibilisiert die jungen Teilnehmer für die Naturschönheit Mecklenburgs. Neben der Vertiefung von biologischen Kenntnissen soll es helfen, Verantwortung für Naturschutz und Artenschutz zu wecken.
Unterstützung erhält das Museum vom Kooperationspartner BUND in Neubrandenburg.

Geeignet für:                   Vorschulkinder bis 4. Klasse
Dauer:                              90 Minuten
Kosten:                            3,- €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin

Märchenhexen

„Knusper, Knusper, Knäuschen …“ – Hexen gibt es nur im Märchen

Viel mehr als Erwachsene beschäftigen sich Kinder, gerade im Vorschulalter, mit Hexen und Zauberei. Bekannt sind die alten, bösen Hexen aus verschiedenen Märchen. In zahlreichen Geschichten bestimmen Zauberkünste und Magie das Schicksal der Titelfiguren.
Im Projekt „Märchenhexen“ gehen wir der Sache auf den Grund: Welche Märchen und Hexen kennen wir, wie sieht eine Hexe aus und was kann sie? Und gibt es auch gute Zauberer in den Geschichten? Die Kinder schöpfen aus ihrem Wissen rund um die bekannten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und lernen andere regionale oder fremde Märchen kennen. Spielerisch entdecken wir gemeinsam die typischen Charakteristika von Hexen (und erkennen so in höheren Jahrgängen die entscheidenden Anklagepunkte historischer Hexenprozesse). Ziel ist die Auseinandersetzung mit Märchen im Allgemeinen und der Figur der Hexe im Besonderen, wobei die Kinder den Unterschied zwischen Wahrheit und Fiktion entdecken.


Geeignet für:                   Vorschulkinder bis 4. Klasse
Dauer:                              ca. 60 Minuten
Kosten:                            3,- €/Person
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin

Kochen wie im Mittelalter

„Nimm die Finger und iß“

Beste Voraussetzungen für das Kochen wie im Mittelalter bieten die historische Schwarzküche, der Kräutergarten und der Rittersaal auf der Burg. Die Kinder lernen unterschiedliche Küchentechniken (Schneiden, Raspeln, Kneten, Hacken u.a.) und verschiedene Lebensmittel kennen. Sie finden heraus, was wohl schon in den mittelalterlichen Küchen Mecklenburgs anzutreffen war. Gemeinsam kochen die Kinder im großen Suppenkessel der Schwarzküche die damals weitverbreitete Spanische Suppe „Hollapotrida“, die im Original 89 Zutaten enthält. In der Saison stehen zum Abschmecken Kräuter aus dem Burggarten zur Verfügung, über das gesamte Jahr bietet der Rittersaal das historische Ambiente für die Speisetafel, an der anschließend alle Teilnehmer gemeinsam essen. Aufmerksame Kinder erleben, dass nicht nur der Umgang mit Lebensmitteln früher sehr nachhaltig war, sondern auch Geschirr und Besteck teils ein Leben lang verwendet wurden.


Geeignet für:                   Vorschulkinder bis 4. Klasse
Dauer:                              ca. 120 Minuten
Kosten:                            7,50- €/Person (inkl. Verpflegung)
Projektleitung:                Museum Burg Penzlin